In der ersten Reihe…

….sitzen ist was Besonderes.

Manchmal ist „in der ersten Reihe sitzen“ nicht so schön.

Zum Beispiel gestern bei der Beisetzung vom Uropa – die erste Reihe ist der Familie vorbehalten. Den Blick geradeaus oder auf die Blumengestecke, Blüten zählen, Schleifen lesen…rückwärts, vorwärts …. nur um die Heulerei im Griff zu haben. Dabei wäre es in diesem Fall ein Trost gewesen hinten zu sitzen. Zu sehen, wieviele Menschen unserem Opa das letzte Geleit gegeben haben – da habe ich nicht mit gerechnet, schliesslich hatte er ein stattliches Alter. Vereinsleben hat nicht mehr stattgefunden und viele Freunde von ihm sind vor ihm gegangen. Die Karten und auch die Kommentare hier oder einfach nur ein Tätscheln auf dem Rücken ohne viel Worte, waren tröstend – auch wenn es ja wirklich nur gut war für den Opa.

Nun ist die schlimmste Zeit vorbei – nächste Woche nochmal Urnenbeisetzung und dann schauen wir was uns dieses Jahr noch so bringen mag. Es kann nur besser werden.

Morgen sitzen wir in der ersten Reihe beim Fußballturnier. Das ist nun wieder schön. Was nicht bedeutet, dass ich gerne auf einen Samstag Morgen halb neun in der Sporthalle stehe, wo ich mich doch auch nochmal rumdrehen könnte – aber ich denke dieses „Schicksal“ haben alle Fußballeltern und wir müssen ja nur aufbauen und jubeln, die Planerei ist ja anderen überlassen, und die meckern nicht (oder nur im Stillen).

Finn hat nach wie vor Spass am Training und die Turniere findet er auch klasse – allerdings schlummert das Ehrgeiz-Gen noch irgendwo in ihm drin. „Tore sind nicht wichtig – Hauptsache es macht Spass“ – eventuell hätte ich ihm diesen Spruch am Anfang nicht sagen sollen. Wobei  mein Ehrgeiz-Gen auch nie zum Ausbruch gekommen ist und ich freue mich, das er Spass hat am Sport. Fußball ist einfach prima zum auspowern – und wenn dann irgendwann mal ein Tor abfallen würde – wäre es das Sahnehäubchen.

Nach dem Turnier fahren wir dann zum Ranzen-Day……Schulranzen kaufen für meine Babys. Ich werde berichten.

Das Schöne an Kindern ist – das man tagsüber gar nicht groß trauern kann.

So hat zum Beispiel Amai dafür gesorgt, dass wir etwas zum lachen haben. Sie hing im Kindergarten in einem Korb fest und statt die Erzieherinnen zu rufen, hat die Mädchengang kurzerhand zur Schere gegriffen. Schnipp Schnapp – gute vier Zentimeter Tiefe (Richtung Kopfmitte) in den Scheitel eingeschnitten, ca 2 cm breit und schon zieren 1 cm Stoppeln das Kind. Da gibt es nichts zu beschönigen oder korrigieren – ab ist ab. Weil sie sich gedacht haben, das das irgendwie nicht so ganz richtig ist – haben sie dann die abgeschnittene Strähne mit einer Haarspange drüberdrapiert und kein Mensch hat etwas bemerkt – erst ich, als ich ihr Abends die Haare auskämmen wollte.  Ich dachte das ist ne tote Maus – so eine fette Strähne hatte ich in den Händen.

Bilder würde ich gerne zeigen, aber leider ist unser Laptop im Laptop-Krankenhaus und nicht nur das da die Bilder vom Geburtstag der Kollegin drauf sind – nein da sind alle Daten der letzten Tage drauf. Nun hoffe ich, das es einen Laptop-Gott gibt und tatsächlich nur der Stromstecker defekt ist.

Heute hatte der Finn seinen Brüller, als er mich im Auto fragte ob die 2 heute Abend „Barbie und die drei Muskelkater“ gucken können.

Euch allen ein schönes Wochenende mit oder ohne Muskelkater

Eure Spillie-Mama

Geschützt: Virus

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein: