Er steht vorm Tor , vorm Tor ….

….und ich frier dahinter.

Die Fußball-Draussen-Saison hat begonnen und pünktlich mit Trainingsbeginn am Donnerstag sind nach einem schönem warmen Tag, die Temperaturen in den Keller gesackt und fieser feiner Nieselregen ist auf uns niedereprasselt. Es lebe die Badewanne und die Waschmaschine – schliesslich musste der Trainingsanzug am Samstag wieder sauber sein zum ersten Punktspiel in Othfresen.

Während Madame noch gemütlich im Bett gelegen und vor sich hin geschnarcht hat, sind Finn und ich los zum Treffpunkt, eine gute halbe Stunde Fahrt und schon standen wir wieder draussen.

Was soll ich sagen: Drei Spiele  = zwei verloren, eins gewonnen.

Die Jungs sind gewetzt wie die Großen und auch Finn hatte BALLBERÜHUNG! Ich meine, er hat den Ball sogar in die richtige Richtung weggekickt – aber der „Tiger“ ist bei ihm noch nicht ausgebrochen.  Er wetzt zwar auch hinter dem Ball her, aber  er weiss immer noch nicht so richtig was er machen soll.

Nun haben wir auch noch das Problem, dass wir Trainingskollision mit Karate haben. Donnerstag ist von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr Fußball und paralell von 16.45 Uhr bis 17.45 Uhr Karatetraining. Ich finde beides wichtig – Karate ist toll für Konzentration und Kraft und Fußball ist neben der Kondition und der Bewegung an der frischen Luft auch wichtig für die ganzen sozialen Aspekte, Teamplay und so.

Finn tendiert heute zum Karate – zum Einen macht ihm das Spass, zum Anderen hat ihm ein anderer Spieler gesagt, er steht immer nur rum und spielt nicht richtig Fußball (Oh Du wehes Mutterherz). Das ist ja nicht ganz unrichtig, aber wer hört das schon gerne?! Kinder sind hart und ehrlich und Finn ist noch ein Anfänger.

Mal schauen, was die Woche bringt, schliesslich soll Kumpel Alex auch zum Training kommen und dann sieht das alles schon anders aus. Vielleicht trainieren wir auch wechselweise bis zu den Ferien – schliesslich wird Karate nach  den Sommerferien umgelegt, weil der Trainer anfängt zu studieren. Hauptsache er legt es nicht auf Freitag – dann habe ich die Tanzkurskollision mit Amai bzw. Wintertrainingkollision mit Fußball.

Das ist alles nicht so einfach, aber wahrscheinlich wird sich eh alles finden.

Gefunden haben Finn und Amai ne Menge dicke Ostereier und der Osterhase scheint da ein kleines Demenzproblem zu haben, schliesslich hat er bei Patenonkel Marek und Katja in Ruhpolding auch etwas für die zwei verloren. Zum Glück haben die vier (mit Tami und Janne) uns besucht und die Sachen gleich mitgebracht. Auch wenn wir ein kleines Zeitmissverständnis hatten und die 4 erst am Mittwoch erwartet haben, haben wir einen schönen Tag bei Tiefkühlkuchen und bestellter Pizza verbracht.

Marek arbeitet als Trainer beim BSV und so sind Finn nebst Schwester erstmal in den Genuss gekommen eine kleine Inlinertrainingseinheit mit einem richtigen Trainer zu bekommen. Abends haben wir uns dann noch ein Match mit der WII geliefert und Janne hatte 1A Körperhaltungsnoten.

Was hat die Woche noch gebracht? Elternsprechtag im Kindergarten zum Beispiel. Beide machen sich prima, nutzen die Angebote des Kindergartens,keine Kontaktscheu, viele Kumpel. Genauso wie es sein soll. NUR diese elende Rechts/Linksproblematik – nun switchen beide wieder auf die andere Hand um. Amai nimmt sich die Rechtshänderschere und schneidet mit links. Finn genauso. Wir sollen nochmal dem Kinderarzt von den Beobachtungen berichten. Wobei ich sagen muss, daheim ist mir das noch nicht aufgefallen, Amai LINKS Finn RECHTS. Wobei er viel Wert darauflegt ein „Beidhändler“ zu sein. Wir haben aber noch ein gutes Jahr Zeit – schliesslich werden die Spillies erst 2011 eingeschult.

Mittwoch habe ich einen solchen Anruf bei der Arbeit erhalten, den man nicht unbedingt gut leiden kann. „Finn hat Schmerzen im Fuß und kann nicht richtig laufen“ Die hatte er  morgens schon und freiwillig darauf verzichtet, seinen neuen Roller mitzunehmen. Allerdings wollten ich erstmal abwarten, ob es schlimmer wird und außerdem hatte er ein Date mit der Frühförderung. Ich also los um den Finn zu holen – und er war tatsächlich an Todes Enden und konnte kaum richtig laufen.

Als er mich dann entdeckt hat, ist er schonmal schnellen Schrittes auf mich zugekommen. Auf meine Nachfrage was mit dem Fuß los ist, ist er dann kurzfristig wieder ins Hinken verfallen und so hat er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht zur Garderobe geschleppt. Angezogen, Tasche geschnappt, ab ins Auto. Wobei schon hinter dem Kindergartenzaun wurde der Fuß zusehends besser und ich hab den kurzfristig angedachten Besuch auf der Chirugieambulance gestrichen. Ab in die Apotheke, Sportcreme und Tapeverband gekauft, und schon war alles wieder gut. Der Fuß war tatsächlich auf dem Spann dick und blau und die Creme hat wahre Wunder bewirkt. Wahrscheinlich war er einfach zuviel in den Inlinern unterwegs.

So, da war unsere Woche

Euch allen einen schönen Wochenstart:

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Tag 2

Schiffstag ist angesagt – wahrscheinlich irren wir erstmal durch die Gänge und versuchen uns an die Zeitverschiebung zu gewöhnen!

Daher heute kein Tagesklick, dafür aber eine dicke fette Geburtstagsgratulation an die Ingrid!

Wir hätten gerne mit Dir gefeiert und wünschen Dir alles Liebe zum Geburtstag und eine supertolle Party!!

Konbanwa

Ha – jetzt wundert Ihr Euch und fragt Euch, was ist hier los? Bin ich etwa im falschen Blog gelandet?

Ja – samma den in Japan?
Konbanwa“ ist nämlich japanisch und bedeutet GUTEN ABEND! (Das hofft Mama zumindest – der Her Googel hat´s gesagt)

Aber wenn man es ganz streng nimmt – fängt hier heute nämlich ein neuer Blog an! Vorbei mit der Kinderkramschreiberei über Spiele, Streiche und Albernheiten – ab heute sind wir tödliche , gnaden- und lautlose Kampfmaschinen und mit uns zehn andere Kinder die heute, wie wir, ihre erste Karatestunde hatten!

Unser Trainer heisst Tobias und hatte zur ersten Trainingsstunde einen Schlafanzug an! Einen weissen Anzug mit einem grünen Gürtel! Das war natürlich kein Schlafanzug sondern ein richtiger Karateanzug. Wir hatten aber alle (bis auf ein Kind) normale Sportklamotten an und keine Schuhe! Karate kämpft man nämlich barfuss – falls man nicht richtig kämpfen kann, stinkt man den Gegner einfach nieder.

Zuerst haben wir eine Vorstellrunde gemacht. Wir mussten unseren Namen und unser Alter sagen – und dann mussten wir uns erstmal warmmachen. Nix mit kämpfen, sondern erstmal war alles wie eine ganz normale Turnstunde. Der Tobias hat uns dann noch darauf eingeschworen, dass wir Respekt voreinander haben müssen. Karate und Respekt scheint irgendwie zusammenzugehören, aber das haben wir noch nicht so richtig verstanden. Aber das wird noch. Im Großen und Ganzen bedeutet das erstmal, dass wir immer auf die anderen Kinder achten müssen.

Nach dem ersten Aufwärmspiel haben wir dann noch eine Koordinationsübung gemacht. Das war dann schon eine Ecke schwerer – schliesslich sollen wir sonst immer volle Power geben und plötzlich muss man mitten Lauf zum Beispiel langsam werden oder rückwärts gehen.

Übrigens bekommt man bei Karate von dem Meister (wir nennen ihn aber trotzdem Tobias) japanische Befehle! Und wir sagen Euch, wenn er so ein  HAJIME durch die Halle ruft, dann spurt man schon! Hajime bedeutet übrigens ANFANGEN und YAME heisst STOP.

Danach haben wir noch eine Partnerübung gemacht, bei der wir genau das nachmachen mussten, was der Partener vorgemacht hat. Ebenfalls eine Koordinationsübung und dann ging es los!

Tobias hat uns die erste wichtige Schlagübung gezeigt und dabei haben wir gleich noch wichtige Befehle gelernt:

Grundstellung = Das geht schon gut los – das Kommando hat Mama vergessen – und wir auch!

Faustschlag = Shokotsuki (oder so ähnlich)
(Hände in die Hüfte und mit einer Drehung nach vorne schlagen, Hand wieder an die Hüfte zurück und bei der nächsten Zahl mit der anderen Hand hochschlagen)

Diesen Faustschlag haben wir dann in allen Varianten geübt und wir sagen, Euch das geht in die Arme!!!

Gezählt wird natürlich auch auf japanisch – aber erstmal nur bis fünf:

Ichi;   Ni;     San;    Shi;    Go;  

Nach den ganzen Schlagübungen haben wir dann noch zwei Sachen gelernt:

Unser Lieblingskommando: KIAI
Das ist der Angriffsschrei – den man bei jedem 5ten Schlag macht um seinen Gegner einzuschüchtern. Wobei wir alle erstmal gelacht haben – weil wir unser Glück kaum fassen konnten, ungestraft laut zu sein!

Und das Lieblingskommando der Eltern: MUKSUI
Das ist dann quasi der Abschluss bei der man ganz leise sein muss und dabei die Augen schliessen soll und in sich gehen soll.

Ja das war unsere erste Karatestunde! Es hat super Spass gemacht und wir gehen auf alle Fälle wieder hin. Dann klappts auch mit den Kommandos. Die anderen Kinder hatten auch Spass und wir freuen uns schon auf nächste Woche!

Gute Nacht

Eure Karatekinder

Finn und Amai