Verräterkinder!

Ich habe Verräterkinder!

Nachdem nun am Montag die Bude voll war (Chrissi und Zoe) und gestern die Bude halbvoll war (Finn und Chrissi – Amai war bei Alexander), habe ich heute Morgen zu Finn und Amai gesagt, dass sie sich heute mal nicht verabreden sollen! Das wurde auch kommentarlos hingenommen, weil beide total müde und kuschelig waren. 

Im Kindergarten war heute der Fotograf und entsprechend mussten ich die Beiden natürlich zurechtmachen. Finn wie gehabt mit Schlips und Anzug und Amai als Tussi in lila mit Satin?hose und Glitzerjacke, nebst Haarkranz. Total platt und müde waren sie aber weiterhin und so habe ich mich breitschlagen lassen und versprochen, dass ich die 2 VOR dem Mittag abhole. Das machen wir manchmal, wenn ich eher von der Arbeit wegkomme.

Bei der Arbeit hat sich dann schon wieder mein schlechtes Gewissen geregt (Ich schlechte Mutter, lasse meine Kinder nicht ihre Freunde treffen, sie werden sozial verwahrlosen und sind bestimmt später mal ganz ganz einsam) und habe beschlossen, wenn die Zwei sich schon nicht verabreden dürfen, dann machen wir was Schönes. (Ich glaube, so zieht man sich einen Ödipussi ran, oder?) 

Gesagt, getan – ich hab meine Kinder abgeholt und im Auto kundgetan, dass wir jetzt einkaufen fahren und Plätzchen backen! Natürlich wollten sie auf gar keinen Fall Plätzchen backen, sondern viel lieber Kekse! Klar – kein Thema – spontan wie ich bin, sind wir von Plätzchen auf Kekse umgeswitcht!

Lecker Schmecker Mittagsessen – Spinat/Fischstäbchen und versalzener Kartoffelbrei mit groben Stücken. Weil wir alle drei SOLCHEN Hunger hatten, das ich nicht warten konnte, bis die Kartoffeln WIRKLICH ganz weich waren.

…und los ging es mit dem Teig anrühren. Butterkeksteig anrühren und kühl stellen. Zimtsternplätzchenfertigteig zurechtlegen und die Kinder schonmal ausstechen lassen und als Plätzchenkeks Nr. 3 das Frau…äh…Mutti´sche Schneeflöckchen. Die haben wir schon letztes Jahr gemacht und ich glaube sogar das Jahr davor – aber diesmal standen wir auf dem Kriegsfuss, der elende Teig und ich.

 Während also der Butterkeks noch ruhte und Finn und Amai sich um den einzig wahren supertollen allerbesten Metallsternaustecher gezankt haben, habe ich versucht eine gewisse Festigkeit in den Teig zu bekommen.

Hat nicht geklappt – immer wieder ist mir das Mistding zerbröselt. Mittlerweile steht der Teig immer noch im Kühlschrank als Klumpen – der nun aber mittlerweile hart wie Beton geworden ist. Er bekommt morgen noch eine Chance – ansonsten wandert er in den Müll. Oder kennt jemand den ultimativen Teigrettungstipp. Das Rezept gibts hier zu lesen.  (Ich hoffe das  Verlinken ist OK, Frau…äh… Mutti, – aber ich bin echt verzweifelt)

Gut, Schneeflöckchenteig in die Verbannung und die Zimtsterne in den Ofen. Nun ging es los mit den Butterkeksen und gerade als ich (natürlich hatte ich die doppelte Menge Teig gemacht) ellenbogentief im Teig gesteckt habe und nebenbei den elenden Metallsternausstecher konfisziert habe – klingelte das Telefon.

Alexander möchte gerne mit Finn spielen! Klar! Gerne – wir backen schliesslich gerade Plätzchenkekse, da kann er gerne mitmachen.!!

Alexander kam und beide Jungs sprachen es aus: „Wir haben keine Lust zu backen!“

Also nur noch Amai und ich – die Frauenpower schlechthin! Das Dreamteam! Mutter und Tochter, gemeinsam vereint vor gefühlten 20 kg Teig!

Wir haben also die ersten Figuren ausgestochen und Schneeflöckchen, Weißröckchen gesungen … da klingelte das Telefon!

AAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRRRRRRGGGGGGGGGGGGHHHHHHHHHHHHHHH

Chrissi sitzt zu Hause und möchte gerne mit Amai spielen!

Tja – und dann ging es schwupp die wupp. Amai bei Chrissi, Finn mit Alex im Kinderzimmer, der Spillie-Papa bei der Arbeit und mein einziger wahrer Freund in dieser Stunde: Der Keksteig und ich!

Ich hab Haltung bewahrt und die Plätzchen selber gebacken. Sie sind schön geworden. Alle heile geblieben, keine abgebrochenen Stücke und einer wie der andere. Langweilig, oder?

Nun bin ich gespannt! Morgen können Finn und Amai sich tatsächlich nicht verabreden, weil morgen ihre erste Karatestunde ist (wir werden natürlich berichten) aber ich hoffe, dass aus den ordentlichen Keksen mit der richtigen Ladung Zuckerguss und Zuckerperlen, die richtigen Kinderkekse werden!

JAWOLL!!!

Liebe Grüße

Eure Spillie-Mama

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Es gibt so Tage…

…da passt einfach alles:

Da wacht man alleine (also ohne Kinder) in seinem Bett auf, steht auf und der Gatte hat bereits Kaffee gekocht.

Die Kinder schlafen bis gegen halb zehn.

In friedlich harmonischer Stimmung werden zu Dritt Brownies gebacken, die natürlich (wie auch sonst an so einem Tag) prima gelingen und dank ACHT Tafeln Schokolade mittendrin auch noch prima schmecken.

Es ist kein Problem, dass es zum Mittag nur ein schnelles Brot gibt und gemeinsam werden die Brote dekadent auf der Couch verspeist und dabei gemeinsam „Urmel aus dem Eis“ geschaut.

Während der große männliche Spillie mit dem kleinen männlichen Spillie gemeinsam mit Opa Ale das erste Mal zum Fußball gehen, bleiben die weiblichen Spillies daheim und räumen schnell die Wohnung auf. *

Opa Ale sendet derzeit Stoßgebete gen Himmel, dass der Finn NICHT nach seiner Mutter schlägt und Interesse am Fußball entwickelt.

Während also der männliche Teil der Familie auf dem Fußballplatz steht – machen Amai und Mama nach dem Aufräumen, geheime Dinge, die erst am 24. Dezember gelüftet werden. Wie sollte es anders sein, kommen die weiblichen Spillies sehr viel weiter als geplant und somit kann Mama einen ihrer geliebten Haken hinter einem Punkt ihrermeterlangen To Do Liste setzen.

Zu so einem Tag gehört natürlich auch netter Besuch, der prompt geklingelt hat und den Kuchen auch für gut befunden hat.

Der Spillie-Papa und Finn sind zwischenzeitlich auch heimgekommen und haben berichtet: Finn ist tatsächlich auch gleich zu seinen Kindergartenkumpel auf den Fussballplatz gestürmt und hat ausgiebig das Netz „repariert“…

Aber ein Anfang ist gemacht!

Der Spillie-Papa hat sich dann zu Opa Ale verzogen um das letzte F1 Rennen in aller Ruhe anschauen zu können, während die Spillie-Mama lässig zu ihren Kindern gesagt hat: „Macht euch schonmal Betti fein “ und in die Küche entschwunden ist um

a) ein leckes Abendessen (Schnitzel, Kartoffeln, grüne Bohnen) zu bereiten

b) parallel die Küche schon wieder picobello reinigt

c) Kindergartenbrote fertig macht

d) Kindergartenbekleidung in Feuerwehrmanier für morgen früh bereit legt

Somit versammelten sich die Spillies dann wieder am Tisch und speisten (im aufgeräumten Wohnzimmer) ein leckeres Essen und die kleinen Spillies gewandet im Schlafi, haben tatsächlich alles aufgegessen ohne zu motzen.

Danach wurde (im aufgeräumten Badezimmer) die Grundreinigung vorgenommen und gemeinsam Coco geguckt.

Bereits ZWANZIG vor sieben lagen die kleinen Spillies friedlich im Bett und die SPillie Mama frisch geduscht und gecremt auf der Couch und hat zum 100 Mal „Die lustige Welt der Tiere geschaut.

HERRLICH

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Das ist ein Cut – weil für den Spillie-Papa der Tag nicht gut beendet wurde……..wir sind wohl für den Massa gewesen……..aber der Hamiltin ists geworden……aber nu isses vorbei….

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So – das ist mal ein perfekter Tag gewesen. Diesen Blogeintrag druck ich mir aus und leg ihn mir für die vielen vielen anderen Tage hin…

 

Euch allen einen prima Wochenanfang

Eure Spillies

 

*Liebe Alice Schwarzer, ich weiss, Sie haben für uns gekämpft, aber manchmal muss Emanzipation einfach nicht sein. Verzeihen Sie uns….Morgen machen wir etwas total männermässiges ! Versprochen!

Geschützt: Von Schlangen und Kuchen….

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