Die Mutter, die aus der Küche kam

Mit dem Aufteilen der Kinderzimmer musste ich ja „mein“ Esszimmer hergeben.

Der Raum, in dem ich MEINE Musik hören und mitsingen  konnte, wo ich rumkruddeln konnte wie ich wollte und auch mal den Kram liegen lassen und am nächsten Tag weiter machen konnte, der Raum wo ich manchmal nur gesessen habe und die Ruhe genossen habe und der Raum wo wir ein Spiel spielen konnten ohne das nebenbei der Fernseher läuft und 2/3 der Spieler höchst abgelenkt sind.

1/4 der Spillies spielt nämlich nicht gerne und so sind immer nur 3/4 der Spillies damit beschäftigt zu zocken…..wahrscheinlich hat das eine Viertel nur Angst in Grund und Boden gespielt zu werden.

Nun muss ich sagen, ist es nicht schlimm das ich „mein Zimmer“ aufgeben musste, seitdem Finn und Amai in der Schule sind, komme ich nämlich nicht aus der Küche raus. Ich koche wirklich gerne, aber mittlerweile komme ich mir vor wie in einer 24 Stunden Kantine. Finn hat neulich eh gesagt: „Ich hab mein Zimmer und Amai ihr´s, Papa hat das Wohnzimmer und du die Küche“! TOLL

Beispiel?

Während Amai eine gute halbe Stunde braucht bis sie ihren Astralkörper aus dem Bett schwingt, springt Finn mit meinem freundlichen gesäuselte „Aufsteeeeeheneeen, der Tag beginnt“ aus dem Bett und fragt, ober er frühstücken kann. Mittlerweile hab ich mir angewöhnt eine Stunde vor den Beiden aufzustehen, damit ich die nötige Koffeinmenge intus habe, um mir nicht die Pulsadern beim Umgang mit Messern und ähnlichen aufzuschneiden…

Während Finn also in seine Klamotten springt und mir schon Lieder vorsingt, Kram erzählt oder mich bis zur Bewusstlosigkeit mit Fragen löchert (Heute: Was ist ein Kontinent? Ist das eine Insel? Warum sind die Autos weiss? Sind bei BumbleBee (Transformer) eigentlich die Stimmbänder zerschnitten……) kippe ich liebevoll Cornflakes in eine Schüssel (und daneben und auf den Boden) und bete, dass er gleich anfängt zu essen, das ich in Ruhe Zeitung lesen kann. Amai sitzt in dieser Zeit vor dem Bett und hadert mit sich und dem Schicksal und der Heizung und überhaupt.

Während ich also meinen letzten Tropfen Kaffee aus der Tasse schlecke, hat der Finn eine Riesen Schüssel Müsli/Cornflakes was auch immer niedergemampft und hat nun die Kraft ins Bad zu gehen um sich fertig zu machen.

Amai schlurft um die Ecke, brummt mich kurz an, und macht sich ebenfalls über ihre Schüssel her. WORTLOS! Mein Kind, mein Glück!

Finn lärmt im Bad rum und erzählt uns irgendwas – wo wir beide nicht zuhören.

Während ich dann also Amai nötige einen Schlag schneller zu essen – spielt der Finn in seinem Zimmer rum und ich bin wo? Klar, in der Küche. Frühstückskram wegräumen.

Dank der besten Kollegin überhaupt, konnte ich mit Schulbeginn meine Arbeitszeit so legen, das ich Finn und Amai mit einem warmen Mahl nach Schulschluss begrüssen kann. Vorausgesetzt, ich hab vorgekocht. Heute also; Dienstschluss 12.00 Uhr , Auftritt Spillie-Mama bei REWE: 12:10 Uhr, Auftritt Spillie-Mama Küche 12:30 Uhr, fliegende Zwiebel, fliegende Tomaten, fliegende Kokoscreme….und schwupps köcheln ca. 3 lt. Tomatensuppe, Paralell kochen noch die Zutaten für Nudelsuppe  und im Toaster brutzeln Toast, 13:00 Uhr….die hungrigen Bestien fallen über meine Suppe mit Schmetterlingstoast her…….und drei l. schwinden auf eine ausgesprochen übersichtliche Menge, die DEFINITIV NICHT für uns alle morgen reichen.

Mittagessen beendet

Finn und Amai machen Hausaufgaben und gerade habe ich den letzten Wischer beendet und die Küche glänzt – da verlangt es den Herrn Spillie nach einem geschnittenen Apfel oder Banane…..keine Stunde später macht er sich über Kekse her ….. eine Nektarine kann auch noch hinterhergeschoben werden und so ein kindskopfgroßer Apfel ist in Sekundenschnelle vernichtet..

In der nächsten Stunde hat Finn WingTsun und ich finishe Rinderbrühe zur Nudelsuppe und erledige mit Amai noch einen Einkauf – getoppt mit einer riesen MArzipanschnecke für mich und ein Cup Cake für Amai.

Nach einer Stunde Kampfsport schleppt sich ein völlig ausgezehrter Finn die Stufen hoch und japst nach Nahrung. Ich also wieder zurück in die Küche…..meine riesen Marzipanschnecke ist für ihn nur ein Plätzchen… „Kann ich das Plätzchen essen“ aber schlussendlich macht er nochmal eine riesen Ladung Tomatensuppe nieder….

Ich also wieder ab in die Küche….Schulbrote machen (zum Glück reichen da die normalen Brotdosen aus – in ein paar Jahren muss ich wahrscheinlich ein halbes Schwein in den Ranzen stopfen) – meine Marzipanschnecke verteidigen und aus purer Angst, das er nochmehr essen will, schicke ich den Herrn Fressbären ins Bett ……

Rückblickend hört sich das nicht viel an – aber er vernichtet 1 1/2 Pizzen, um eine halbe Stunde später schon wieder rumzurüsseln, ob es nicht noch ein kleines Appetithäppchen gibt.

Ja..das war mal wieder ein Spillie-Bericht…wenn mich jemand sucht…ich bin in der Küche……:-)

Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten. Schule läuft gut – keine Prügeleien und Streitereien TOI TOI TOI, ab Mittwoch starten die Projekttage..von den berichte ich bestimmt auch, aber dafür muss ich erstmal wissen was so abgeht da.

DAS ist ein Nachteil der Schule -war ich im Kindergarten IMMER informiert was kommt, muss ich mich jetzt gedulden und quasi alles im Nachhinein erfahren.

Achja, der erste Elternsprechtag steht auch an nächste Woche – ich werde berichten!

Gute Nacht an euch alle!

die Spillie-Mama

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10 Kommentare

  1. ooc

     /  14. November 2011

    Ich glaube, wir schenken dir mal größere Töpfe, offensichtlich sind deine viel zu klein. Das sieht sicher lustig aus, wenn sie später halbe Schweine mit zur Schule nehmen, könnte aber ein Transportproblem geben.

    Antwort
    • chaoshoch4

       /  14. November 2011

      ..und weisst du was….das kann bald purer Ernst werden! Wo andere Partysuppen für 50 Gäste zubereiten – koche ich Frühstückseier drin. 🙂

      Antwort
  2. Das muss aber an dem langen Fußweg nach Hause liegen, wenn er hier bei uns war hat er nie viel gegessen.
    Ich kann nur sagen, ich bin froh das wir den Hort haben, das spar viel Zeit. Kein Essen bereithalten, Hausaufgaben sind gemacht und man muss nur noch einen kurzen Blick drauf werfen….
    Werft doch den lauten Nachbarn raus und kauf noch Wohnraum dazu, dann hast Du wieder ein Partyzimmer. Du machst bestimmt auch nicht so lange Musik….

    Antwort
    • chaoshoch4

       /  14. November 2011

      Ja weil ich ihm auf der Fahrt zu euch Hähnchenkeulen und ganze Brote nach hinten geschmissen habe… 🙂

      Ich spiele fleissig Lotto und irgendwann übernehme ich den ganzen Block!

      Spillies an die Macht!

      Antwort
  3. mama06

     /  15. November 2011

    lach du auch? Du bist nicht alleine.

    Antwort
  4. ooc

     /  17. November 2011

    Eigentlich wäre die Überschrift : die Mutter, die in der Küche lebt doch passender.

    Antwort
  5. Ich bin neidisch. Das Ringelkind ist untergewichtig, isst am Liebsten Obst und Gemüse (sehr hilfreich, wenn man 5 – 8 kg zunehmen soll…) und Hunger hat er eigentlich nie. Vielleicht könnten wir uns ja Finns Hunger mal für ’ne Woche ausleihen. Dann hättest Du weniger zu tun und das Ringelkind ist am Ende vielleicht seinem Idealgewicht ein wenig näher gekommen…

    Antwort

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